108: Wie Karin von schwerem Long Covid + ME/CFS genesen ist und was ihr dabei geholfen hat

Danke fürs Teilen


Karin hat nach einem heftigen Long Covid über drei Jahre hinweg wieder zu ihrer Gesundheit zurückgefunden. Diese Episode kann dir auf verschiedene Weisen helfen: Du merkst, dass du nicht alleine bist, bekommst Hoffnung und Zuversicht und erhältst praktische Impulse für deinen eigenen Weg.

Karins Leben vor der Erkrankung

Karin, eine über 60-jährige Lehrerin aus Österreich, war vor ihrer Erkrankung sehr aktiv. Mit 44 Jahren wurde sie nochmals Mutter, und neben ihrem Beruf als Lehrerin war sie oft über ihre Grenzen hinaus aktiv. Trotz ihrer Liebe zum Wandern und zur Natur litt sie immer wieder unter Rückenproblemen und hatte mehrere Nervenzusammenbrüche.

Der Beginn der Erkrankung

Im November 2020 erkrankte Karin an Covid-19, nachdem ihr Mann bereits positiv getestet worden war. Was zunächst wie eine starke Grippe erschien, entwickelte sich schnell zu einem extrem schweren Krankheitsverlauf. 

Karin war so schwach, dass sie kaum alleine auf die Toilette gehen konnte. Diese Phase dauerte etwa fünf Wochen, bis sie sich wieder einigermaßen erholt hatte und versuchte, in die Schule zurückzukehren.

Der erste große Rückschlag

Kurz vor den Weihnachtsferien merkte Karin, dass sie nicht mehr die Treppen hinaufgehen konnte. Trotz ihrer mentalen Stärke und ihrer Erfahrung im Marathonlauf musste sie einsehen, dass sie ihre Kräfte überschätzte. Dieser Rückschlag führte zu ihrer ersten Panikattacke, die sie zunächst für einen Herzinfarkt hielt.

Der Weg der Erholung

Physische und emotionale Belastung

Karin erlebte zahlreiche körperliche und emotionale Tiefpunkte. Besonders schmerzlich war für sie der Verlust ihrer Fähigkeit, in die Berge zu gehen. Diese Aktivität war für sie immer eine Kraftquelle gewesen. Die Trauer darüber, diese Möglichkeit verloren zu haben, war überwältigend.

Praktische Hilfen und medizinische Unterstützung

Im Laufe der Zeit probierte Karin viele verschiedene Ansätze aus, um ihre Gesundheit zu verbessern:

  • Medikamente gegen Panikattacken: Diese halfen ihr, die Panikattacken zu überwinden.
  • Physiotherapie und Nahrungsergänzungsmittel: Auch wenn diese nicht den erhofften Durchbruch brachten, gaben sie ihr das Gefühl, aktiv etwas zu tun.
  • Pacing: Karin führte mehrere Monate ein Pacing-Tagebuch, um ihre Aktivitäten besser zu kontrollieren und Rückfälle zu vermeiden.
  • Internistische Betreuung: Ihre Internistin stellte eine EBV-Reaktivierung fest und behandelte sie mit Mikroimmuntherapie und einer Darmsanierung, was ihr sehr half.
  • Psychologische Betreuung: Atemtechniken und andere Übungen halfen Karin, ihre innere Unruhe zu bewältigen.
  • Erholungskuren: Aufenthalte in speziellen Kureinrichtungen boten ihr Erholung ohne den Druck, bestimmte Leistungen erbringen zu müssen.

Mindset und innere Einstellung

Eine besonders wichtige Rolle in Karins Genesung spielte die Veränderung ihres Mindsets. Eine neue Therapeutin half ihr, ihre innere Einstellung zur Krankheit zu ändern. Durch Achtsamkeit und Meditation lernte Karin, Stress zu reduzieren und ihre innere Ruhe zu finden.

Biomedizinische Ansätze

  • Virustatika: Eine achtwöchige Kur mit Valaciclovir half Karin bei ihren Herpesviren.
  • Hormontherapie: Diese Therapie war besonders hilfreich während der Wechseljahre und half, den Parasympathikus zu regulieren.

Abschluss und Erkenntnisse

Karin hat aus ihrer Erkrankung viel gelernt. Sie hat erkannt, dass sie nicht nur in der Natur, sondern auch in sich selbst ein Zuhause finden kann. Sie ist heute in der Lage, wieder zu arbeiten, ihren Haushalt zu führen und das Leben zu genießen. 

Besonders dankbar ist sie für die innere Stärke und die neue Lebensqualität, die sie durch diese Herausforderung gewonnen hat.

Karin verabschiedet sich nun von der Facebook-Gruppe, die sie während ihrer Erkrankung begleitet hat, und schließt dieses Kapitel ihres Lebens ab. 

Sie ist stolz auf das, was sie erreicht hat, und blickt voller Zuversicht in die Zukunft.

Karins Botschaft an dich:

Karins Geschichte zeigt, dass es viele Wege zur Genesung gibt und dass es wichtig ist, verschiedene Ansätze auszuprobieren und auf sich selbst zu hören. 

Du bist nicht alleine auf deinem Weg. Es gibt immer Hoffnung und Möglichkeiten, deine Gesundheit zu verbessern. Bleib stark und hab Geduld mit dir selbst.
Johannes von www.fasynation.de

Danke fürs Teilen
Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.

Zusätzliche Infos, Zusammenfassungen + eBook direkt in dein Postfach

Trage dich hier für die Fasy.Mail ein.   

Deine Daten sind entsprechend DSGVO sicher und du kannst dich jederzeit wieder austragen.   

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert