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Gedanken

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Ein Poetry Text

Monatelange war ich nun wegen meiner Krankheit verzagt,
habe gestöhnt und das positive Denken auf irgendwann vertagt,
wurde in dieser Zeit von allen möglichen Seelendämonen gejagt,
musste ertragen, wie immer mehr der Zweifel an mir nagt,
und habe Tag und Nacht über mein Elend geklagt.

Durch dieses Klagen konnte ich meinen Rückfall am besten ertragen,
denn ehrlich gesagt hilft es nicht immer, Scheiße zu Sahne zu schlagen.
Nein, manchmal muss ich mir dieses Klagen eingestehn und es wagen,
die Wut im Magen und die sonst unerhörten Dinge zu sagen.

Dieses Klagen brauche ich für den richtigen Umgang mit meinem Leid,
ich brauche es, dass meine Seele den Schmerz auch mal raus schreit,
sich dadurch von inneren Dämonen und mancher Bitterkeit befreit,
und der ganzen Situation dadurch mehr echte Authentizität verleiht.

Aber jetzt, das spüre ich, wird es nach dem ganzen Klagen auch Zeit,
dass ich meinem Geist und den inneren Stimmen einen neuen Ton verleihe,
mich von der Dunkelheit befreie und dieses heilige Klagen respektvoll entweihe,
damit ich langsam wieder in eine bessere Richtung gedeihe.

Denn Neurowissenschaft, die Medizin und Biographien haben gezeigt:
Geist und Materie, Denken und Körper sind eng miteinander verzweigt,
Damit mein Organismus also die Chance auf Besserung nicht vergeigt,
ist es wichtig dass mein Körper sich vor der Macht des Denkens verneigt.

Deshalb entscheide ich mich,
meinen Geist mit fördernden Gedanken zu füllen.
Anstatt mein Inneres mit Pessimismus zuzumüllen,
will ich hinderliche Glaubenssätze mental zerknüllen,
und mich innerlich in eine hoffnungsvolle Aura einhüllen.

Denn für mein Gehirn ist glücklicherweise Realität und Imagination das gleiche,
das gibt mir die Chance, dass ich langsam über den Geist die Besserung erreiche,
indem ich mein Denken immer mehr mit meiner gewünschten Realität abgleiche,
und meine innere Klagemauer mit immer mehr Hoffnungs-Bildern anstreiche.

Egal, ob es mir dadurch letztendlich gesundheitlich wirklich besser geht,
oder dadurch nur die einsame und schmerzhafte Zeit besser vergeht,
auf jeden Fall hilft es mir, dass sich nicht alles um meine Krankheit dreht,
und stattdessen ein neuer Wind von Friede und Zuversicht in mir weht.

Dadurch durchbreche ich dieses typisch falsche Denken,
demnach wir unseren Fokus auf Gesundheit und Reichtum lenken,
weil wir meinen, dass wir uns dadurch das wahre Glück schenken.
Dabei merken wir nicht, dass wir unsere Freiheit dadurch beschränken.

Denn unser erstes Glück und Bedürfnis liegt nicht in äußerlichen Dingen,
etwa wenn wir Zeit beim Wandern oder an der Sonne zubringen,
oder wenn wir gesund und fit die tollsten Sachen vollbringen.
Vielmehr schmachten wir nach den Emotionen, die dabei mitschwingen,
wenn wir reisen, gesund sind, Sport treiben oder lauthals singen.

Es ist das Gefühl selbst, das unser Selbst tief drinnen sättigt,
Emotionen wie Freude, Dankbarkeit, Frieden und Zuversicht.
In diesem Zustand erleben wir, wie etwas Gutes aufbricht,
und wir sehen die Umstände in einem lebensbejahendem Licht.

Ob sich dadurch meine Gesundheit tatsächlich bessert oder nicht,
das wäre zwar schön, aber dieser Wunsch hat nicht mehr so viel Gewicht,
viel wichtiger ist nämlich, welches Gefühl gerade jetzt in mir spricht.

Natürlich wäre es schöner wenn ich gleichzeitig auch Besserung erlebe,
wenn ich nicht mehr so schlapp wäre und am Bett fest klebe,
sondern stattdessen meine Krankheit abgebe und mich sportlich auslebe,
wenn ich mich wieder auf Reisen begebe und über den Wolken schwebe.

Trotzdem ist es möglich, im Kopf und Gefühl ähnliches zu erleben,
sich aus der Misere zu erheben und das Glück wiederzubeleben.
Es ist möglich, trotz Krankheit ein kreatives Leben anzustreben,
und die ganze Palette an schöpferischen Emotionen auszuleben.

Also richte ich meinen inneren Blick auf Bilder die mir Frieden geben,
erlebe gedanklich entspanntes Nachtleben oder betrachte ein Stillleben,
visualisiere wie meine unterbewussten Stressoren den Kampf aufgeben,
und erlebe dabei, wie meine Emotionen mich sanft emporheben.

Manchmal gehe ich in meiner Vorstellung entspannt Spazieren,
sitze am Pool oder spiele vergnügt mit meinen Lieblingstieren.
Dann sehe ich mich in irgendeiner Sportart beschwingt brillieren,
oder erlebe mental, wie meine Familie und ich am Meer dinieren.

Vom Bett aus mache ich mental immer noch meine Klimmzüge,
erlebe, wie ich mich im Park austobe und sportlich vergnüge,
wie ich meinem Fitnessprogramm noch eine Übung hinzufüge,
und in meiner Vorstellungskraft über ausreichend Energie verfüge.

Ja, im Kopf kann ich alle möglichen sportlichen Übungen machen,
oder Ruhe genießen, vor Liebe zerfließen und auch herzlich lachen,
kann Glaubenssätze verändern und neue Denkweisen entfachen,
und dadurch trotz Virus zu einer frischen Lebensqualität erwachen.

Ich habe ein paar Orte geschaffen, um dort Zeit zu verbringen,
dadurch kann ich in eine schöne imaginäre Welt eindringen,
meiner nicht so schönen Wirklichkeit für eine Zeit entrinnen,
und meine Emotionen dadurch zu guten Gefühlen zwingen.

Noch besser ist es aber, wenn ich Zeit im Hier verbringe,
bewusst und voller Achtsamkeit in das Jetzt eindringe,
urteilsfrei in alle Gedanken und Gefühle durchdringe,
und allem was ist, ein herzliches „Willkommen“ entgegenbringe.

Das Gute ist – auch meine Zellen werden dadurch vitalisiert,
ich erlebe, wie mein Herz den Körper zum Kampf motiviert,
wie mein ganzes Ich den wichtigen Vagus-Nerv respektiert,
und dieser wieder den ganzen Organismus in Ruhe regiert.

Drum entscheide ich mich, die Wirklichkeit zu respektieren,
für Visualisierungen, Meditation und Achtsamkeit zu plädieren,
mich in allen möglichen mentalen Übungen auszuprobieren,
und mir dadurch eine neue Portion Lebenskraft zu spendieren.

Das Gute ist – ich kann dabei nur gewinnen und nichts verlieren,
meine Gefühle werden dabei in einer besseren Frequenz vibrieren,
und die Chance ist höher, dass auch die Organe dabei regenerieren.
Auf jeden Fall kann ich dadurch ein besseres Leben kreieren.

Ein Leben mit ehrlicher Zuversicht.

Ein Leben, in dem etwas Gutes aufbricht.

Ein Leben, in dem die Freude spricht.

Ein Leben, das dich innerlich festigt.

Ein Leben voller Sinn und Licht.

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