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Marions ausführlicher Erfahrungsbericht mit PostCovid – mit einem vielseitigen Blick auf Krankheit und Heilung

Danke fürs Teilen


Marions Erfahrungsbericht ist so viel mehr als nur ihre persönliche Heilungs-Geschichte. In diesem ausführlichen Artikel findest du viele wertvolle Impulse rund um alle möglichen Therapien bei Long Covid oder auch ME/CFS.

Am Ende findest du noch mal eine ausführliche strukturierte Auflistung, was Marion alles gemacht hat – auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene. Auch findest du ihre ausführliche Bücherliste.

Übrigens kommt der Artikel aus Marions eigener Feder. Danke, Marion, dass du deine Erfahrung und deine Erkenntnisse mit uns teilst.

Los geht’s.

Wie alles begann – Corona Infektion, Symptome und Ängste

Es war Anfang Oktober 2021, als ich mich mit Covid-19 infizierte. In der Akutphase hatte ich nur wenige Symptome – 1-2 Tage leichtes Fieber, brennende Schmerzen im Körper, starkes Schwitzen.

Neben den physischen Symptomen merkte ich, dass mir die Infektion jedoch psychisch deutlich mehr zu schaffen machte, und ich mir Sorgen machte. Hatte man doch in zwei Jahren Pandemie so einiges Schreckliches gelesen und gehört.

Während der Quarantäne habe ich damals versucht, möglichst gut mein Immunsystem zu unterstützen. Schon viele Jahre interessiere ich mich für alternative Heilverfahren – ich hatte ein TCM Präparat zu Hause und hatte mir täglich eine extra Portion Vitamin C, Vitamin D und Ingwer gegönnt.

Nach wenigen Tagen war ich wieder auf dem Damm und so konnte ich wenige Wochen später in ein wohlverdientes Wellnesswochenende mit meiner Schwester und ein paar Freundinnen fahren.

Der Trip sollte sich leider zum Startpunkt einer mehr als 15 Monate andauernden Odysee entpuppen.

Am ersten Tag ging ich in die Sauna und als ich aus der Sauna herauskam, sollte nichts mehr so sein wie zuvor. Ich hatte innerhalb weniger Sekunden an der Unterlippe zwei Herpesbläschen entwickelt – das war in meiner Herpes geplagten Welt erstmal nichts Neues, aber dazu kam ein Kribbeln im gesamten Körper, das ich bis zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben nicht kannte.

Ich spürte, wie Angst in mir aufstieg.

Sofort war der Gedanke in meinem Kopf, dass es mit der Coronainfektion zu tun haben musste. Ich hatte damals viel in den Medien gelesen und wusste schon lange, dass es auch Spätfolgen von Infektionen geben kann.

Und nachdem ich ohnehin seit Jahren unter Stresssymptomen wie Schlafentzug und chronischen Magen Darmbeschwerden litt und mein System als alleinerziehende Mama zweier Kinder mit Fulltime-Job und Homeschooling Historie seit Jahren 24/7 auf Hochtour lief, war mir auch klar, dass meine Abwehrkräfte aber auch meine mentale Gesundheit im Moment nicht die besten waren.

Ich hatte mit meinem Saunabesuch wie es schien die Büchse der Pandora geöffnet – das Kribbeln entwickelte sich über wenige Tage zu einem furchtbaren Brennen, ein Gefühl, als hätte mich jemand mit Brennspiritus überschüttet und angezündet.

Es waren schreckliche Schmerzen, die kaum auszuhalten waren, an Schlafen war nicht mehr zu denken. Ich hätte mir damals nie vorstellen können, so viele Monate mit diesen Schmerzen leben oder besser gesagt überleben zu können. Mein gesamter Körper brannte. Nur wenn ich mich maximal abgelenkt hatte, war es erträglich. Aber in Ruhe war es furchtbar.

Ich kämpfte täglich gegen diese Schmerzen und oft hatte ich Gedanken daran, dass so mein Leben nicht mehr lebenswert ist.

Aber was soll ich sagen, man ist stärker als man glaubt.

Aus einer Woche brennende Schmerzen, wurde ein Monat, aus einem Monat über ein Jahr – glücklicherweise aber mit abnehmender Intensität der Schmerzen.

Hinzu gesellten sich wechselhaft neue Symptome, z.B. Taubheitsgefühle in den Händen und Beinen. Oft bin ich nachts wach geworden und meine rechte Hand war wie leblos. In Panik schüttelte ich diese immer und immer wieder, bis endlich wieder Leben in der Hand war.

Ich hatte schreckliche Angst, eines Morgens wach zu werden und meine Beine und Hände nicht mehr bewegen zu können. Wieder eines anderen Tages hatte ich plötzlich kein Gefühl mehr in meiner rechten Gesichtshälfte, auch diese fühlte sich an, als wäre sie taub.

Auch meine Augen machten mir ordentlich zu schaffen. Gefühlt habe ich von einem auf den anderen Tag nur noch die Hälfte gesehen und dann war da immerzu dieses komische Gefühl, dass sich meine Augen bewegen würden, obwohl sie sich nicht bewegt haben.

Ich erinnere mich noch gut, wie häufig ich vor den Spiegel gelaufen bin, um nachzusehen, ob sich meine Augen bewegen. Aber sie taten es nicht, es fühlte sich nur so an, was sehr beängstigend war.

Ich hatte Angst, plötzlich gar nichts mehr sehen zu können. Zusätzlich entwickelte ich Panikattacken – meist in Ruhe, im Kino oder abends beim Fernsehschauen mit den Kindern.

Glücklicherweise kannte ich Panikattacken aus meinen Therapiezeiten, wieso ich diese zumindest halbwegs einschätzen und regulieren konnte.

Was mich zusätzlich sehr belastet hat, waren die Schmerzen, die durch den Körper wanderten, sie waren anders als die brennenden Schmerzen, eher wie Gliederschmerzen.

Und was ich auch ganz erschreckend fand, dass plötzlich meine Gefäße verrückt gespielt haben.

Von jetzt auf gleich bildeten sich wechselhaft auf meinen Beinen und Füßen regelrechte „Knubbel“, die dann wenige Stunden später in riesige Hämatome übergegangen sind. Ich hatte riesige Angst, dass es Thrombosen sind, und so habe ich mir teils meine Beine aus Angst abgetaped.

Mit Müdigkeit und Schwäche hatte ich nicht so viel zu kämpfen. Ich habe aber auch früh dafür gesorgt meinen Körper weitestgehend optimierter mit lebensnotwendigen Vitalstoffen zu versorgen (v.a. Vitamin D, Magnesium, B-Vitamine, D-Ribose, Aminosäuren) aber auch mit natürlichen Immun Mitteln wie dem Kurkuma, Aloe Vera und Hagebutten-Pulver.

Dennoch hat es mir meist am späten Nachmittag den Schalter umgelegt und ich bin einfach von einer Sekunde auf die andere eingeschlafen – der Akku war leer und das bei einem Duracell-Hasen wie ich es einer bin.

Da ging dann einfach gar nichts mehr.

Auch plagte mich Schwindel, ich hatte Konzentrationsschwierigkeiten, unfassbare Probleme lange auf den Bildschirm zu schauen, trockene Augen und in der Anfangsphase auch Wortfindungsstörungen, ebenso Atemprobleme wie Kurzatmigkeit und Seufzeratmung.

Später gesellten sich dann noch rheumaähnliche Gelenkschmerzen hinzu und immer wieder hatte ich massive Herpesausbrüche.

Es war also ein bunter Blumenstrauß an Symptomen, die man ganz bestimmt in seinem Leben nicht haben möchte.

Und das für mich wirklich Unerklärliche war, dass es gefühlt nicht Woche um Woche besser wurde, wie man das von anderen Infekten kannte, sondern es Tage gab, die ganz gut waren und dann plötzlich wieder Wochen, die ganz schrecklich waren.

Gefühlt war es ein ständiges Auf und Ab – immer wenn ich geglaubt habe, jetzt habe ich es überstanden und schon euphorisch Freunden und der Familie erzählt habe, dass es mir endlich wieder gut geht, waren die Symptome am nächsten Tag wie aus heiterem Himmel wieder so stark wie in der Anfangszeit. Trigger schienen emotional belastende Ereignisse (auch die Arbeit zählte hierzu), ebenso zu viel Bewegung und Sonneneinstrahlung, aber auch der Konsum von Alkohol zu sein.

Ich habe wirklich geglaubt, mein Körper „zerstört“ sich von selbst – so etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt. Dass ein Körper solche Dinge tut, von einem Tag auf den anderen, nur durch eine Virusinfektion, das war schwer zu glauben.

Es gab viele Momente in den letzten 15 Monaten, in denen ich aufgeben wollte.

Wie sollte ein Leben mit derartigen Symptomen noch lebenswert sein – v.a. für ein so aktives Wesen, wie ich es bin. Ich hatte das Vertrauen in mich und meinen Körper zumindest fast verloren.

Aber am Ende habe ich mich doch nicht unterkriegen lassen.

Ich habe gekämpft, für mich und meine Kinder. Und viel im Stillen geweint – denn ich wollte nicht, dass irgendjemand mitbekommt, wie schlecht es mir geht –v.a. meine Kinder sollten es nicht merken.

Auch war ich es irgendwann leid auf die Frage, wie es mir geht, immer wieder dasselbe antworten zu müssen. Es hatte letztlich eh keiner nachvollziehen können, was es heißt Post Covid zu haben.

Also habe ich mich alleine durchgeschlagen, mir Bücher geholt und versucht zu verstehen, was da in meinem Körper passiert sein könnte. Der Schmerz hat mir quasi eine neue Lebensaufgabe geschenkt – Methoden und Wege zu finden, meine auswegslos erscheinende Situation selbstkompetent zu verbessern und zu meistern.

Meine Hilfeversuche in den ersten Monaten – von Homöopathie, Osteopathie, Yoga, Qigong

In den ersten Monaten setzte ich noch auf für mich bis dato bekannte alternative Heilverfahren. Da ich schon seit vielen Jahren Verfechter der Homöopathie bin – habe mich selbst vor vielen Jahren durch das Organon von Hahnemann durch gekämpft – habe ich mich zunächst vertrauensvoll an meine Homöopathin und Schamanin gewandt.

Parallel habe ich mir Vitamin C und Vitamin B12 Infusionen/Spritzen geben lassen, weil ich damit vor vielen Jahren schon bei meiner chronischen Magenschleimhautentzündung die besten Erfolge erzielt hatte. Und da ich als chronischer Magen-Darm-Patient bei der oralen Supplementierung immer schon meine Bedenken hatte, ob wirklich genügend ankommt, wo es auch ankommen muss, waren anfangs für mich die Infusionen die bessere Wahl.

Zunächst bekam ich von meiner Homöopathin Aconitum – ein sehr beliebtes Mittel in der Homöopathie, das im Besonderen bei akuten Erkrankungen mit heftigen und plötzlichem Charakter eingesetzt wird, ebenso bei Schockzuständen, Angst, Panikattacken und Unruhe.

Tatsächlich half mir das Mittel gut dabei, den Schmerzlevel der brennenden Schmerzen etwas zu reduzieren. Gegen die brennenden Schmerzen habe ich zur selben Zeit mit Eiswürfeln gekämpft, was mir mein Physiotherapeut damals empfohlen hatte – so lag ich also abends im Bett mit Eiswürfeln auf den Beinen und habe diese langsam von oben nach unten über die Beine gerieben. Fühlte sich nicht wirklich toll an, aber es half ganz gut gegen das Brennen.

Auch machte ich meist vor dem Zubettgehen noch ein Wechselfußbad mit Lavendelöl. Zumindest gelang es mir, so wieder halbwegs einzuschlafen, etwas, was in der Anfangszeit unvorstellbar war. Ich habe kaum noch geschlafen, da ich immer wieder wach wurde und das Brennen und Kribbeln in den Beinen ein Weiterschlafen unmöglich machte. In der Folge versuchten wir noch einige weitere homöopathische Mittel aus wie Bryonia und Thuja.

Auch bin ich in den ersten Wochen fleißig zur TCM Osteopathie gegangen, da ich mir hierdurch eine schnelle Heilung versprach. Denn auch die Osteopathie hatte mir in der Vergangenheit gute Dienste erwiesen bei meinen anhaltenden Rückenbeschwerden.

Zudem ging ich zur Physiotherapie und habe versucht, weiterhin in mein Yoga zu gehen. Nachdem ich aber feststellte, dass ich danach meist noch viel mehr Schmerzen im Körper hatte, habe ich das Yoga-Praktizieren dann schweren Herzens sein lassen und mich erstmal gar nicht mehr bewegt.

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Dann stieß ich auf einen spannenden Artikel über QiGong. QiGong kann die Selbstheilungskräfte aktivieren und wird traditionell zum Aufrechterhalten des Wohlbefindens, Entspannung und Prävention praktiziert. Dabei geht es in erster Linie um ein Gleichgewicht zwischen An- und Entspannung.

Wenn ich mein Leben bis zu diesem Zeitpunkt beleuchtete, musste ich mir eingestehen, dass da deutlich mehr An- als Entspannung vorherrschte – Fulltime Job, zwei Kinder, Scheidung, Therapie usw.

Fortan startete ich mit den 8 Brokaten des QiGongs in meinen Tag.

Anfangs habe ich hierzu begleitend Youtube-Videos angesehen, aber nach kurzer Zeit saßen die einfach zu erlernenden Übungen und ich konnte mich voll und ganz auf die Bewegung und den Atem konzentrieren. Wenn ich mal einen Tag nicht zum Üben kam, merkte ich richtig, wie abends mein Körper mit mir sauer war.

Die Magie meines Herzens

Heute bin ich davon überzeugt, dass mir all diese alternativen Ansätze wie die Homöopathie, orthomolekulare Medizin, Osteopathie und Physiotherapie gut geholfen haben, aber sie alleine reichten nicht aus, um eine vollständige Genesung herbeizuführen.

Sie haben aber dabei geholfen, mich weitestgehend arbeitsfähig zu halten, und das war bei der Vielfältigkeit und Massivität der Symptome alles andere als selbstverständlich. Erst als bei mir im Februar 2022 ein Verdacht auf eine Myokarditis(Herzmuskelentzündung) bestand, wurde ich von der Ärztin aus dem Verkehr gezogen. Leider waren das für mein System ganz furchtbare Wochen.

Mein System war es gewohnt zu funktionieren und trotz allem durch die Gegend zu rennen. Nun sollte ich liegen und jegliche Anstrengung vermeiden. Das war für meine Psyche nahezu ein Todesurteil. Ich habe mich dann auch geweigert, die Medikamente zu nehmen, die mir verschrieben wurden.

Eine Woche hatte ich das Medikament genommen mit dem Erfolg, dass mein Blutdruck noch weiter abgesackt ist und ich gar nicht mehr aufstehen konnte. Auf eigene Faust habe ich das Mittel dann wieder abgesetzt.

Und dann passierte etwas „Magisches“.

Eines Nachts lag ich im Bett und habe plötzlich angefangen mit meinem Herz zu sprechen. Ich habe versucht es zu beruhigen. Mir wurde klar, wie sehr ich die letzten Jahre unter der Pandemie gelitten habe, unter der Doppelbelastung aus Fulltime-Job und Homeschooling, dem verminderten sozialen Kontakt, dem Ausgrenzen von Menschen und der Spaltung unserer Gesellschaft – da war so viel Traurigkeit und Schmerz in meinem System.

Ich spürte, dass mein Herz dabei war, daran zu zerbrechen, v.a. an den Ungerechtigkeiten, die in den zweieinhalb Jahren Pandemie so passiert sind und der kaum noch spürbaren Lebensfreude.

Also lag ich einfach ruhig da und habe immer und immer weiter mit meinem Herz gesprochen und dabei meine Hände auf die Brustgegend gelegt.

Das habe ich von da an jede Nacht gemacht und dabei viele Tränen vergossen.

Als ich wenige Wochen später wieder zur Kontrolle beim Kardiologen war, konnte er es kaum glauben, aber meine Werte waren spitze. Und das nach der kurzen Zeit ganz ohne die Einnahme der ursprünglich verschriebenen Medikamente.

Ich war überglücklich und bestärkt darin, einen alternativen Heilungsweg gehen zu müssen. Der klassische Ärztemarathon – Hausarzt, Neurologe, Pneumologe, Kardiologe, Lungenfacharzt von Oktober 2021 bis Februar 2022 hatte nichts ergeben.

Es konnte schlicht mit der „normalen“ Diagnostik nichts gefunden werden. Ich war also laut Schulmedizin kerngesund, fühlte mich aber so schlecht, wie in meinem ganzen Leben noch nicht.

Ich musste also verrückt sein, soviel stand fest. Und tatsächlich war ich verrückt geworden. Aber nicht im allgemeinen Sprachverständnis –sondern vielmehr im übertragenen Sinne. Mein System war ver-rückt. Aber dazu später etwas mehr.

Nun war ich getrieben vom Wunsch, endlich wieder ganz gesund zu werden. Auch die Erfahrung, dass das bloße gute Zusprechen zum Herzen so geholfen hatte, motivierte mich herauszufinden, was es für alternative Methoden gibt, die unseren Körper, aber auch unsere Emotionen miteinbeziehen.

Dass in den Emotionen ein bedeutsamer Schlüssel liegt, war mir nicht nur durch meine Doktorarbeit, die ich vor vielen Jahren im Bereich der Emotions- und Sozialpsychologie geschrieben habe, bewusst. Auch die Erfahrung der vergangenen Wochen und Monate zeigten mir, dass ein bedeutsamer Trigger die Emotionen waren.

Immer wenn ich ein emotionales Erlebnis hatte, war das Brennen in meinem Körper – mein Leitsymptom- gleich fünfzehn Mal so schlimm.

Auch habe ich festgestellt, wie sehr ich in einer Angstspirale gefangen war. Jedes neu auftretende Symptom setzte direkt unterbewusst eine destruktive Gedanken Spirale in Gang. Es musste also ganz sicher irgendetwas mit meinen Emotionen zu tun haben.

So kam ich schicksalshaft bei meinen Recherchen auf das HeartMath Institut – das sich seit mehr als 30 Jahren der Erforschung der Physiologie des Lernens, Resilienz und Leistungsfähigkeit widmet.



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Was ich vom HeartMath Institut über mein autonomes Nervensystem gelernt habe

Sofort war mir klar, dass ich über die Techniken und die wissenschaftliche Methode mehr erfahren musste und so meldete ich mich zu einem Online-Kurs an.

Von diesem war ich so begeistert, dass ich mich dazu entschloss, eine Ausbildung als HeartMath Coach zu machen. Von diesem Zeitpunkt an trainierte ich täglich mit dem emWave Pro und Inner Balance Trainer – einem vom Institut entwickelten Biofeedback-System.

Am Anfang hatte ich durchweg einen immens hohen Ruhepuls und mir fiel es schwer, einen hohen Herzkohärenzwert zu erzeugen. Harmonisch hat meine Kurve anfangs selten ausgesehen. Mein System war wirklich ver-rückt, nämlich mein autonomes Nervensystem, das in unserem Körper quasi alle unbewussten Körpervorgänge orchestriert oder eben auch nicht orchestriert, wie in meinem Fall.

Zu viel Sympathikusaktivität, viel zu wenig Parasympathikusaktivität – mein System war chronisch im Fight and Flight Mode festgehangen. Und wie es sich für ein gutes System gehört, versucht es sich natürlich immer und immer wieder selbst zu bestätigen.

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Fasziniert vom Thema des autonomen Nervensystems habe ich nach vielen weiteren Möglichkeiten gesucht, um mein autonomes Nervensystem zu beruhigen und ihm Sicherheit zu geben. Denn jedes System sucht Sicherheit.

Sicherheit ist unser zentrales Grundbedürfnis. Und so doof es ist, auch ein krankes System kann Sicherheit hervorrufen, weshalb es auch versucht, sich immer und immer wieder selbst zu bestätigen, auch wenn es uns dadurch immer kränker macht.

Mir war klar, dass es meine Aufgabe sein musste, zukünftig viel mehr Sicherheit in mein autonomes Nervensystem zu bringen, aber auch deutlich stärker auf meine Emotionen zu hören. Emotionen sind körperlich und beeinflussen damit unmittelbar unser autonomes Nervensystem, Immunsystem, Hormonsystem, Herz und Darm.

Das herzfokussierte Atmen und die zahlreichen darauf basierenden Techniken des HeartMath Instituts haben mir sehr geholfen, mein System wieder stärker zu balancieren und meinen Vagusnerv zu stärken.

Fasziniert vom Thema Stress und ANS habe ich weitere Kurse belegt und zahlreiche Bücher gelesen. Schnell wurde mir klar, dass es eine Bandbreite an Möglichkeiten gibt, Stress im System zu reduzieren und die Parasympathikusaktivität zu steigern.

Zum Beispiel lässt sich hier viel über die Ernährung, aber auch richtige Vitalstoffversorgung regulieren. Auch bin ich selbst ein großer Fan von CBD, das eine sehr ausbalancierende Wirkung auf unser Nervensystem hat.

Aber auch das eigene Streicheln und Umarmen, ein Aufenthalt in der Natur oder auch nur das bloße Betrachten von Naturmotiven, verschiedene Atemtechniken wie die Bienenatmung, das Singen heilender LUX-Lieder und Mantras stärken unsere parasympathische Aktivität und wirken beruhigend auf unser vegetatives Nervensystem.

Durch das Anwenden der HeartMath Techniken war es mir zwischenzeitlich gelungen, keine Triggersituationen mehr zu haben, wodurch sich früher die Symptome immer wieder verschlechtert hatten. Das war also schonmal ein riesen großer Erfolg für mich.

Und durch das Singen heilender Affirmationen (LUX-Lieder) konnte ich sanft Umprogrammierungen vornehmen und den Kopfschrott singend „ausknipsen“.

Wie mir luzide Träume und Neurostreams effektiv geholfen haben und Stress reduziert haben

Eins wollte ich auf alle Fälle auch noch ausprobieren: das luzide Träumen.

Schon lange interessierten mich Träume in meinem Leben – war ich doch seit Jahrzehnten von Alpträumen geplagt.

Als ich vor einigen Jahren dann eine tiefenpsychologische Therapie anfing, hatten wir in den Vorhang des Vergessenwollens wohl zu schnell Löcher gerissen und so suchten mich zu jener Zeit täglich Alpträume heim.

Es wurde so schlimm, dass ich eine richtige Angst vor dem Schlafen entwickelte. Ich konnte nur noch mit Licht im Zimmer einschlafen, an ein Durchschlafen war so natürlich nicht zu denken.

Eines Nachts lag ich wieder einmal schweißgebadet in meinem Bett und musste etwas ändern – alle gut gemeinten Ratschläge meiner Psychologin fruchteten damals nicht.

So stieß ich auf einen Beitrag zum luziden Träumen – Bewusstsein im Schlaf. Was sollte das sein? Damals war mir noch nicht klar, dass es meine „Rettung“ werden sollte.

Ich belegte einen Online-Kurs bei einem britischen Experten für Luzidität und übte alle möglichen Klartraumtechniken ein. Und siehe da: Mir war es gelungen, in nur einem luziden Traum meine seit Jahren immer wiederkehrenden Alpträume zu besiegen und die Angst vor dem Schlaf zu verlieren.

Für mich war das damals ein ähnlich magisches Erlebnis wie mein „Herz-Erlebnis“.

Zudem hatte ich ab da ein neues Bewusstsein für unser Bewusstsein.

Wir versuchen meistens, uns die Welt mithilfe unseres Tagesbewusstseins zu erklären. Das wahre Potential liegt aber in allen Bewusstseinszuständen, die durch unterschiedliche Hirnfrequenzen gekennzeichnet sind.

Unsere Hirnwellen werden nach ihrer Frequenz in fünf Kategorien eingeteilt. Besonders spannend sind die Thetawellen, die auch den REM-Schlaf, in dem Luzidität möglich wird, kennzeichnen. Sie besitzen – auch in der Kombination mit Alpha- und Betawellen – ein unfassbares Potential, „Umprogrammierungen“ vorzunehmen.

Nun ist das luzide Träumen eine, wie ich finde, nicht leicht zu erlernende Technik. Deshalb habe ich weiter recherchiert, wie wir es einfacher schaffen, alternative Bewusstseinszustände zu erzeugen und diese für unser Wohlbefinden und Heilung zu nutzen.

Dabei bin ich auf das Gehirnwellenradio von Tim Daugs gestoßen. Über das Radio lassen sich Neurostreams unterschiedlicher Frequenz abspielen und nutzen.

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Eine aktuelle Studie der TU Dresden zeigt, dass Neurostreams signifikant beim Stressabbau helfen.

Ich selbst liebe es, mir nach der Arbeit Planet Relax auf die Ohren zu hauen. Sofort ist der Arbeitsstress wie weggeblasen.

Aber auch die schönen heilenden Frequenzen von Elke Neher haben mir in den letzten Monaten oft geholfen, wenn die Schmerzen zu stark wurden oder die Gedanken wieder einmal zu sehr ins Negative abgedriftet sind.

Auch interessant ist die Kombination aus Neurostreams und HeartMath.

Wenn ich Neurostreams höre, bevor ich mit dem Inner Balance Trainer übe, erhalte ich deutlich höhere Herzkohärenzwerte – fast hätte ich dadurch schonmal die 10 geknackt – ein Wahnsinnswert, wenn man bedenkt, dass ich vor nichtmal einem Jahr noch bei einer Herzkohärenz von unter 1 stand.

Was mir gegen meine brennenden Schmerzen geholfen hat

Kommen wir zurück zum luziden Träumen.

Unbedingt wollte ich diese nutzen, um wieder ganz gesund zu werden.

Das musste doch zu schaffen sein.

Und tatsächlich bekam ich in einem Klartraum einen wundervollen Tipp von meinem Unterbewusstsein.

Auf die Frage, was ich gegen die brennenden Schmerzen tun könnte, fing es plötzlich an zu regnen. Erst wollte mir die Botschaft nicht klar werden, aber dann verstand ich sie: Wasser.

Ich sollte mehr Wasser trinken?

War das der Tipp des Unterbewusstseins?

Mag sich bescheuert anhören und das war es für mich anfangs auch. Aber dann recherchierte ich. Und ja: Es scheint, als wären viele Menschen chronisch dehydriert, weil unser Wasser, das wir aus unserem Wasserhahn zapfen, denkbar unbrauchbar ist, unsere Vitalität sicherzustellen.

Auch war ich seit jeher ein chronischer Wassertrinkmuffel und hatte es bis zu diesem Zeitpunkt nicht mal auf eineinhalb Liter täglich gebracht – das Gefühl von Durst kannte mein System nicht.

Etwas, das aber auch ganz sicher nicht normal sein konnte. Mittlerweile kenne ich das Gefühl von Durst wieder und freue mich daran.

Ich habe gelernt, nicht nur regelmäßig und mehr zu trinken, sondern auch das richtige Wasser. Als Stichwort möchte ich hier nur auf das Thema hexagonal strukturiertes (kohärentes) Wasser verweisen und auf das Cudu Technology System.

Einfach vitalisieren lässt sich normales Leitungswasser meiner Ansicht nach auch über die Zugabe von einem Spritzer Limette oder Zitrone und ein paar Scheiben Ingwer.

Oder man trinkt alternativ eine Aloe Vera Schorle – davon bin ich ja auch ganz großer Fan, da die Aloe Vera nachweislich viele positive Wirkungen auf unseren Organismus hat.

In einem zweiten luziden Traum habe ich mein Unterbewusstsein dann gebeten, mich mit meinem inneren Heiler zu verbinden. Plötzlich erschien mir ein Arzt im weißen Kittel. Diesen fragte ich, was ich gegen die brennenden Schmerzen tun könnte.

Er holte ein Feuerzeug heraus und fragte mich, wie man denn normalerweise eine Flamme löscht.

Er zeigte auf ein Pulver. Ich habe es erst nicht verstehen können, dann fragte ich nochmals nach und er sagte „Kohle“. Ich bin dann wach geworden.

Sofort hatte ich eine Erinnerung.

Vor einigen Jahren hatte ich mich in einem Thailand Urlaub mit EHEC infiziert und geglaubt, an den Schmerzen quasi zu sterben – es war furchtbar.

Da wollte ich einmal Bangkok, eine der wohl interessantesten Städte der Welt genießen, und dann das.

Von einem thailändischen Apotheker bekam ich damals Kohletabletten. Und binnen kürzester Zeit waren meine Schmerzen wie weggeblasen. Ich dachte mir also, es wäre ein Versuch wert Kohletabletten zu holen. Vielleicht sollte es meinem Magen-Darm-Trakt ja helfen.

Ich habe über 2 Wochen Mhyrrinil Intest eingenommen und eine deutliche Besserung meiner Beschwerden erlebt. Die brennenden Schmerzen und der Durchfall, den ich seit der Infektion quasi auch permanent hatte, gingen deutlich zurück.

Aus vielen Büchern, die ich zum luziden Träumen bisher gelesen hatte, wusste ich über das große Potential auch in Bezug auf Heilungen. Was soll ich sagen, ich durfte es das zweite Mal am eigenen Körper erleben.

Vollständig körperlich geheilt haben mich die beiden Träume nicht, aber sie haben mir wertvolle Impulse gegeben. Ich setze daher weiterhin auf meinen inneren Heiler, den ich in meinen Klarträumen um Rat fragen kann.

Für mich als kognitiven Kopfmenschen, wie ich es immer war, war es durchaus rational schwer, es nachzuvollziehen. Doch mittlerweile ist es mir durch all die Erfahrungen klar geworden, dass wir weit mehr sind, als wir gemeinhin glauben.

Auch haben mir diese Erfahrungen gezeigt, welch hohes Potential in unseren Nächten liegt. Wenn man bedenkt, dass wir 25% unserer nächtlichen Zeit im REM-Schlaf verbringen, dann ist das eine Menge, die wir für unsere persönliche Entwicklung nutzen können.

Ja das Üben ist nicht ganz einfach, aber auch hier helfen wunderbar Neurostreams, um in den hypnagogen Zustand zu gelangen. Theta Frequenzen sind hier das Stichwort.

Wie ich meine Auto-Antikörper und das Leaky-Gut-Syndrom behandelt habe

Neben all den Selbstversuchen habe ich im vergangenen Jahr dann noch einen Tipp von einer Arbeitskollegin bekommen: “Geh doch mal zu einer Ärztin für integrative Diagnostik.”

Ergebnis: Ich hatte durch die Infektion Autoantikörper gebildet.

Und mein Darm war löchrig –Leaky Gut-Syndrom.

Soweit so schlecht. Mich hatte diese Diagnose leider wieder in eine neue Angstspirale verwickelt und eigentlich war ich bis dahin mit meinem selbst eingeschlagenen Weg auf einem guten Weg.

Aber wie schon so oft in meinem Leben vertraute ich zum damaligen Zeitpunkt mir selbst weniger als anderen. Daher auch die Idee, doch nochmals einen Arzt zu fragen.

Ich wurde zwar mit einer Diagnose entlassen und auch mit ersten Therapieansätzen für mein Leaky Gut – aber meinem Unterbewusstsein hat das mit den Autoantikörpern natürlich nicht gepasst.

Jetzt war es klar, dass ich wirklich schwer krank sein musste.

Ich hatte ja schon viel über Autoimmunerkrankungen gelesen und das waren meist nicht sehr positive Geschichten. Diese Verunsicherung machte mich in den folgenden Monaten wieder kranker als ich zuvor war – heißt es ja nicht umsonst „Energie folgt den Gedanken“.

Plötzlich reagierte mein Körper auf alles. Die Erklärung war ja auch gegeben, mein Körper greift mich selbst an – wie also diesem Körper jetzt noch vertrauen?

In der Folge wurde ich regelrecht fanatisch im Kampf gegen meine Symptome. Ich wollte auf Biegen und Brechen die Symptome, die mich schon seit Monaten quälten, loswerden.

Ich habe den Symptomen förmlich den Kampf angesagt und dieses Mal sollte es über die Ernährung klappen – schien ja der Darm Schuld zu sein an dem Schlamassel.

Es folgte eine Ernährungsumstellung nach Anthony Williams, eine 3-6-9 Leberreinigung, Entgiftung mit CleanSlate und Aufbau des Darms mit Quercetin, L-Glutamin und Probiotikum, gepaart mit rechtsdrehender Milchsäure.

Zudem habe ich eine Mikronährstoffanalyse durchgeführt, weil mich das Thema der orthomolekularen Medizin immer noch nicht losgelassen hatte. Es schien mir neben der Regulierung des ANS und des Aufbaus des Darms als dritte wesentliche Säule.

Woher soll unser Körper seine Energie nehmen, wenn die Grundbausteine des Lebens nicht im richtigen Maß vorhanden sind? Meine Analyse trug dann auch so einige Defizite zu Tage, die ich seither versuche aufzufüllen. Gerade zahlreiche essentielle Aminosäuren fehlten mir, aber auch Silizium, Taurin, und eben auch Probiotika.

Doch noch mehr durfte ich auf dem Weg meiner Genesung lernen.

Krankheit als Weg – eine alternative Sicht auf Krankheit

Ich bin davon überzeugt, dass mir die vielen wertvollen alternativen Ansätze dabei geholfen haben, nicht aufzugeben, sondern weiterzukämpfen und auch weiter in die Arbeit zu gehen und für meine Kinder da sein zu können.

Ich habe aber auch über die vielen Monate festgestellt, dass mein Fokus nur noch auf meiner Krankheit lag.

Ich war fokussiert darauf, endlich gesund zu werden, endlich diese quälenden Symptome loszuwerden, endlich morgens aufwachen zu können, ohne als erstes Schmerzen und eine tiefe Traurigkeit in mir zu spüren, weil ich noch nicht wieder ganz gesund war.

Fanatisch kämpfte ich gegen meinen Körper und hörte auf, ihm zuzuhören und ihm zu vertrauen.

Jedes Symptom war der Feind.

Und es konnte mir einfach nicht schnell genug gehen, wieder gesund zu werden, verständlich bei den Schmerzen.

Dennoch führte die Ungeduld dazu, dass ich keine wirkliche Ausdauer bei einer der von mir entdeckten Methoden an den Tag legte. Heute weiß ich, dass das notwendig war, um viele tolle Methoden zu entdecken, die ich jetzt mit vielen Menschen teilen kann. Aber ich weiß heute auch, dass jede einzelne Methode einfach auch mehr Praktizieren bedurft hätte.

Und heute weiß ich auch, dass ein Körper, der so um Hilfe schreit, auch einfach Hilfe braucht – auf allen Ebenen: spirituell, geistig, emotional und körperlich.

Es reicht bei Weitem nicht, sich auf die körperliche Ebene einzuschießen.

Vielmehr geht es darum, uns wieder selbst zu verstehen und uns mit unserem Körper und unserem Selbst zu verbinden.

Unser Körper ist das Sprachrohr unserer Seele, davon bin ich mehr denn je überzeugt. Und damit kann Heilung alleine dadurch entstehen, dass wir lernen wieder „hinzuhören“.

Es steckt so viel in unserer Sprache.

Zum Beispiel fragen wir, was uns fehlt. Wir sagen, wir sind ver-rückt, wir haben ein gebrochenes Herz, wir fahren aus unserer Haut, wir haben Schiss.

Sprache verbindet auf wunderbare Weise unseren Körper mit unserer Seele. Wir müssen anfangen diese Sprache wieder zu verstehen. Und wir müssen anfangen uns mit unserer Intuition und eigenen Weisheit zu verbinden. Denn wir alle sind unterschiedlich und gehen mit unterschiedlichen Ansätzen, Sichtweisen, Methoden und Ebenen (körperlich, seelisch, geistig, emotional) in Resonanz.

Diese gilt es zu finden, aber es wird im Äußeren nur Impulse geben können. Die wahre Antwort finden wir nur in uns selbst.

Es ist also gerade in einer Zeit, die uns zwingt, mehr als nur einen Gang runter zu schalten, wichtig auf uns zu hören.

Die erzwungene Ruhe zu nutzen, um uns zu hinterfragen: Wieso sind wir an diesen Punkt in unserem Leben gekommen?

Dabei hilft es sich, auch mal vor Augen zu führen, was man denn bisher so an Schicksalsschlägen in seinem Leben hatte und sich zu fragen, was man daraus gelernt hat.

Wir sind auf dieser Welt, um zu lernen.

Ich habe also angefangen hinzuhören und zu fragen, was ich wohl lernen soll.

Heute ist es für mich klar, bei mir persönlich geht es um Vertrauen, Loslassen, Dankbarkeit und Demut vor dem Leben. Viel zu viel habe ich das Leben als Selbstverständlichkeit wahrgenommen und bin funktionierend durch mein Leben gerannt.

Als Erwachsene mit traumatischen Erfahrungen in der Kindheit war die Kontrolle über das Leben zu haben zu meiner Überlebensstrategie geworden. Damit einher ging aber auch das Unterdrücken unangenehmer Gefühle wie Wut, Verzweiflung, Ärger und Angst.

Die Schulmedizin lehrt uns, unsere Symptome mit Krankheit gleichzusetzen, die es folgelogisch zu bekämpfen gilt.

Auch ich habe das so gelernt und über viele Jahre nicht anders praktiziert – beim kleinsten Fieberanfall oder Kopfschmerz wurde zu Tabletten gegriffen, um ja nicht bei der Arbeit zu fehlen.

Aber war diese Sichtweise denn die richtige?

Aus der Homöopathie kannte ich eine ganz andere Sicht auf Krankheit – diese hatte ich durch die furchtbaren Schmerzen leider fast vergessen.

Glücklicherweise stieß ich mal wieder durch meine Recherchen auf ein Buch – „Krankheit als Weg“ von Rüdiger Dahlke.

Und was soll ich sagen: Dieses Buch ist in meiner Geschichte mein drittes magisches Erlebnis gewesen.

Plötzlich eröffnete sich mir eine ganz andere Sicht auf Krankheit, eine Sicht, die auch die Homöopathie teilt. Wir kämpfen so gerne gegen unsere Symptome und dabei ist es egal, ob man chemische Medikamente zu sich nimmt oder ein pflanzliches Präparat.

Der Grundgedanke liegt sowohl bei der Schulmedizin als auch bei vielen alternativen Heilmethoden in der Bekämpfung von Symptomen – zumindest tickt unser Kopf so. Denn Symptome machen uns krank.

Ich habe mittlerweile eine alternative Perspektive auf Krankheit und unsere Symptome. Nicht unsere Symptome machen uns krank, sondern unsere Lebensweise, die uns immer weiter von unserem Selbst und unseren Emotionen entfernt. Unsere Symptome wollen uns nur darauf aufmerksam machen, dass grundlegend etwas in unserem Leben nicht stimmt oder wir nicht wahrnehmen möchten, aber dringend hinschauen bzw. hinhören sollten.

Auch zeigte mir das Buch eindrücklich, dass wir in einer polaren Welt leben und dies manchmal vergessen.

Zur Gesundheit gehört auch Krankheit, so wie zumTag die Nacht gehört und zu der Traurigkeit die Freude und zu oben das unten und zu Yin das Yang.

Wir neigen jedoch leider dazu, uns meist auf eine Seite des Pols zu schlagen und vergessen dabei, dass die eine Seite ohne die andere niemals existiert.

So wie ein schwarz-weiß Bild in der Abwesenheit von Licht einfach nur ein schwarzes Bild ist. Und erst im Zusammenspiel von Licht und Schatten sich die vielen Grautöne entwickeln, die das Bild lebendig machen.

Wieso also fangen wir nicht an, eine andere Sicht einzunehmen, in der Krankheit zum Leben dazugehört? Wieso nehmen wir nicht auch unsere Krankheit so liebevoll an wie unsere Gesundheit?

Ich weiß, das mag sich schwer nachvollziehbar anhören – denn wer möchte schon krank sein. Ganz ehrlich, ich wollte das auch monatelang nicht und habe gegen meine Erkrankung gekämpft. Aber je mehr ich versucht habe, meine Symptome zu bekämpfen, desto hartnäckiger erwiesen sie sich.

Irgendetwas sollte ich also doch verstehen.

Erst als ich Frieden geschlossen habe mit meiner Krankheit und verstanden habe, dass mein System und meine Seele momentan dieses Ventil brauchen, um sich in Balance zu halten und um mich auf etwas hinzuweisen, erst seitdem gehe ich deutlich schmerzfreier und gelassener durch meinen Tag.

Und nein, ich habe meine Symptome mit der neuen Sicht auf Krankheit nicht weghexen können, so einfach geht das auch nicht. Aber ich habe eine Leichtigkeit in meinem Leben zurückgewonnen und eine Zuversicht und Vertrauen, die ich zuvor nicht hatte.

Was ich sonst noch alles gelernt habe

Ich habe durch meine unzähligen Recherchen eines verstanden: Da draußen gibt es zu jedem Argument, jeder Empfehlung und Rat fast immer Studien und auch Gegenstudien.

Besonders ist mir das im Bereich der Ernährung aufgefallen. Je mehr ich hierzu gelesen habe, desto unsicherer wurde ich. Daher habe ich angefangen meinen Fokus auf mich zu rücken und hinzuhören, was mir gut tut. Mir haben dabei auch die Techniken des HeartMath Instituts geholfen, da diese helfen, ein Körperbewusstsein zu entwickeln.

Dann bin ich bei weiteren Recherchen noch auf eine tolle Methode gestoßen, die vieles von dem, was ich im letzten Jahr gelernt hatte und angewendet hatte, vereint – die MIR-Methode.

Sie ist denkbar einfach und hilft, unser Unterbewusstsein zu beruhigen und es mit für uns wichtigen Aufträgen zu betrauen.

Mir hat die Methode im Besonderen dabei geholfen, alte Emotionen loszuwerden. Dies ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Genesung, weil unsere Emotionen eben einen so unfassbar großen Einfluss auf unsere Physiologie und innere Balance nehmen.

Emotional unglaublich entlastend war für mich in dieser Zeit auch das Vergeben. Denn gerade binden wir häufig Wut auf Situationen, Erfahrungen und Menschen in unserem Körper.

Es entfaltet unendlich viel Energie im System, wenn ich anerkenne, was mich mal verletzt hat oder wütend gemacht hat und es dann zu vergeben.

Ich habe also immer, wenn ich aus dem tiefsten Inneren einen Impuls dazu bekommen habe, ein Ho´Oponopono gemacht – das ist ein hawaiianisches Vergebungsritual.

Die letzten Mosaiksteine – die CO2 Hypothese und die Kältekammer

Ich hatte es nach über einem Jahr mit meinem holistischen Ansatz geschafft, deutlich beschwerdefreier durch meinen Tag zu gehen.

Immer noch hatte ich aber Atembeschwerden und leichte Schmerzen in den Beinen. Da habe ich nochmals das Recherchieren angefangen und bin auf eine spannende Hypothese des Arztes Dr. Weiss aus Mannheim gestoßen.

Er hatte ein interessantes Youtube Video veröffentlicht. Als ich mir dieses ansah, hatte ich Gänsehaut am ganzen Körper. Sollte ich tatsächlich nach 15 Monaten das letzte Mosaiksteinchen gefunden haben? Seine Ausführungen zur Symptom Vielfalt bei Post Covid und die These des fehlenden CO2 im Blut klang für mich mehr als überzeugend.

15 Monate hatte ich jegliche Studie gelesen, zig Bücher verschlungen und dabei zahlreiche Zusammenhänge entdeckt. Aber darauf wäre ich in tausend Jahren wahrscheinlich nicht gekommen.

Hat die Infektion in meinem Körper nicht nur das ANS ver-rückt, sondern auch mein Atemsystem. Ein Zusammenhang ist naheliegend, hängen die beiden Systeme ja auch wieder miteinander zusammen.

Mitte Januar wandte ich mich an Dr. Weiss. Denn ich war überzeugt davon, dass auch bei mir eine Dysbalance im Atemsystem und ein chronisches Hyperventilationssyndrom vorliegen könnte – hervorgerufen durch die Infektion und damit verbundenen Schmerzen und Angstzustände.

In einem Video-Gespräch erklärte er mir die Zusammenhänge nochmals und erläuterte mir seinen Behandlungsansatz. Ich habe dann nicht lange gefackelt, sondern habe mich auf den Weg nach Mannheim gemacht und verbrachte eine Woche in der Praxisklinik. Dort bekam ich ein umfassendes Therapieprogramm bestehend aus Kältetherapie, Wärmebehandlungen, Massagen und Atemtherapie mit einem Biofeedback-System.

Anfangs war es sehr ungewohnt für mich die Atemempfehlungen umzusetzen. War ich es seit Jahren durch meine chronische Sinusitis-Erkrankung gewohnt, durch den Mund anstatt die Nase zu atmen. Auch wurde mir ans Herz gelegt, zum Schlafengehen meinen Mund zuzukleben (eine kleine Öffnung war noch erlaubt).

Was sollte das bringen? Mein Körper sollte wieder lernen, dass das Atmen durch die Nase und nicht den Mund zu erfolgen hat.

Erst sträubte sich mein Körper gegen diesen rabiaten Ansatz, aber was soll ich sagen, auch das war nach ein paar Tagen problemlos für mich möglich. Ich versuchte also brav in der Woche alle Atemtipps umzusetzen – anfangs fiel es mir wirklich schwer und es war super anstrengend, mir die Atmung immer wieder bewusst zu machen.

Immer wieder habe ich den Atemtest durchgeführt, um zu prüfen, wie erfolgreich mein Training war.

Mir wurde erklärt, dass man eine Atemproblematik mit einem einfachen Test feststellen kann. Hierzu atmet man durch die Nase ein und lässt alle Luft wieder durch die Nase austreten. Sobald keine Luft mehr zum Ausatmen da ist, wird gezählt. Wenn der Drang zu atmen, bereits nach weniger als 40 Sekunden Luft anhalten so groß ist, dass eingeatmet werden muss, liegt eine Atemstörung vor.

Das erschreckte mich, da ich bereits nach 5 Sekunden des Luftanhaltens das Gefühl hatte zu ersticken.

Und was soll ich sagen, bereits nach wenigen Wochen des Trainings komme ich jetzt schon auf 30 Sekunden – es geht also schneller als man denkt, wobei auch hier dazu gesagt werden muss, dass jeder Mensch natürlich anders ist und sein eigenes Tempo hat.

Besonders grotesk war für mich zu lernen, dass ich vermehrt über den Tag eine FFP2 Maske tragen sollte und mindestens eine Stunde am Tag „Rückatemtraining“ machen sollte – hierfür hatte ich eine spezielle Atemmaske erhalten.

marion-rückatemtraining
Mittlerweile wusste ich wieso es mir im letzten Jahr so schwer gefallen war eine Maske zu tragen – mein Körper hat direkt mit Panik reagiert, da er bedingt durch die Infektion keine CO2 Toleranz mehr hatte bzw. der Schwellenwert massiv nach unten gesetzt wurde.

Es verwunderte daher auch nicht, dass mein CO2 Wert im Blut tatsächlich viel zu gering war – mit 25. Die Norm ist zwischen 35 und 40.

Ich trainiere seither täglich, um meinem System beizubringen, wieder eine höhere Toleranz für das so wichtige CO2 zu entwickeln und damit keine Angst vor einem eigentlich völlig normalen CO2 Wert zu haben.

Neben dem Atemtraining hat mir auch die Kältetherapie sehr gut getan – ich war in der Woche in Mannheim nahezu schmerzfrei, was ein riesen Erfolg für mich war. Mittlerweile habe ich die Kältetherapie in der elektrischen Kältekammer in meinem festen Therapieplan.

Es ist fast schon zum süchtig werden und ich konnte sogar schon meinen Sohn dafür begeistern. Es ist einfach ein ganz tolles Erlebnis in der Kältekammer, und jedes Mal aufs Neue eine Challenge. Denn nein, der Körper oder zumindest mein Körper gewöhnt sich nicht an die Kälte. Es ist im Gegenteil erstaunlich zu sehen, wie unterschiedlich der Körper auf die Kälte reagiert, je nachdem wie fit man ist.

Habe ich einen stressigen Tag hinter mir, gelingt es mir weit schlechter, meine Körpertemperatur in der Kältekammer aufrechtzuerhalten. Habe ich hingegen einen Tag mit vielen Auszeiten und Meditationen hinter mir, dann fällt es mir deutlich einfacher.

Auch habe ich wieder einmal festgestellt, wie toll das Herz fokussierte Atmen funktioniert. Immer wenn ich einige Minuten, bevor ich in die Kältekammer gehe, Herz fokussiert atme, kühle ich deutlich weniger schnell aus. Für mich ein weiterer Beweis dafür, wie wertvoll diese Methode ist und wie effektiv sie unser autonomes Nervensystem balanciert.

Was hat sich dank Post-Covid in meinem Leben verändert?

Wenn ich heute auf 15 Monate Odysee zurückblicke, habe ich sogar ein Lächeln auf meinem Gesicht.

Etwas, das noch vor einem halben Jahr undenkbar gewesen wäre.

Aber ich habe durch Post Covid so viel über mich gelernt, aber auch unsere Welt, über Krankheit und Heilung, habe spannende Menschen kennengelernt, unglaublich viele Ansätze und Methoden austesten dürfen und bin förmlich über mich hinaus gewachsen.

Und ich habe verstanden, dass in uns mehr steckt, als uns oft bewusst ist.

Ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören und ihm dankbar zu sein, ihn nicht für seine Symptome zu hassen, sondern zu lieben, dass er mir versucht, den richtigen Weg aufzuzeigen.

Ich habe gelernt, in gleichem Maße auf meinen Kopf, Herz und Bauch zu hören.

Habe ein neues Bewusstsein für unser Bewusstsein und unsere Emotionen entwickelt.

Habe erkannt wie bedeutsam unsere Emotionen auch für unsere Physiologie sind und dass sie ein zentraler Schlüssel für unser Wohlbefinden sind.

Ich habe gelernt, geduldig und demütig zu sein und das Leben zu schätzen.

Mehr denn je bin ich davon überzeugt, dass es nicht hilfreich ist, wenn wir unseren Status quo mit Diagnosen zementieren, sondern uns immer vor Augen führen, dass wir die Macht haben, unsere Situation zu ändern.

Es ist nicht immer leicht, aber es lohnt sich, nicht aufzugeben. Mein Ziel war daher von Anfang an nicht, wieder so gesund zu sein wie vor der Infektion, sondern heil zu werden – egal wie lange das auch dauern mag.

Gesundheit ist für mich daher nicht mehr die Abwesenheit von Symptomen, sondern bedeutet Ganzwerden auf allen Ebenen.

Und das Heilwerden ist kein linearer Prozess, sondern immer wieder von Aufs und Abs gekennzeichnet. Es gab viele Phasen, in den vergangenen 15 Monaten, in denen es mir deutlich besser ging und ich davon überzeugt war jetzt endlich vollständig genesen zu sein, um dann Tags darauf erneut mit Schmerzen und Symptomen wach zu werden.

Gefühlt habe ich in den vergangenen 15 Monaten auch zahlreiche der Krankheiten nochmals aufflammen lassen, die mich schon mein gesamtes Leben verfolgen – Sinusitis, Herpesinfektionen, Magen-Darmprobleme, Knie- und Gelenkbeschwerden und Rückenschmerzen.

Ich habe verstanden, dass Krankheit als Weg gesehen werden darf und ich bin mittlerweile jedem noch so kleinen Schnupfen dankbar, dass er mich daran erinnert, dass ich mehr bin als das, zu was ich gelernt habe „ich“ zu sagen.

Zusammenfassung: Welche Methoden, Verfahren und Ansätze habe ich kennengelernt?

Ich habe gelernt, dass unser Wohlbefinden von vier Ebenen abhängig ist – der körperlichen, emotionalen, geistigen und spirituellen.

Welcher Ebene wir den Vorrang geben sollten, ist pauschal nicht zu beantworten, da jeder Mensch seinen eigenen Weg geht.

Ich hatte mal mehr den Fokus auf der körperlichen, bin dann aber stärker in den spirituellen Bereich, um dann der geistig mentalen Ebene den Vorrang einzuräumen und habe mich dann wieder intensiv mit meinen Emotionen auseinandergesetzt. Teils liefen die Ebenen auch parallel.

Ich denke, es gibt hier kein richtig oder falsch, sondern ein Sich-Richtig-Anfühlen in dem Moment.

Überzeugt bin ich aber davon, dass alle Ebenen beachtet werden sollten, zumindest mit Blick auf das gesamte Leben. Daher ist es meiner Ansicht nach auch so wichtig, Krankheiten ganzheitlich zu heilen.

Auf allen Ebenen habe ich in den vergangenen Monaten wertvolle Methoden, Übungen etc. kennengelernt, die ich zusammenfassend gerne teilen möchte:

a. Heilung auf der körperlichen Ebene

Für mich gibt es auf der körperlichen Ebene acht zentrale Säulen, die es sich anzusehen gilt:

1. Die Entgiftung

Unser Körper ist mehr denn je belastet von Schad-und Giftstoffen, aber auch von ungeliebten Parasiten besiedelt. All diese Belastungen schwächen unser System, da sie ihm wertvolle Energie rauben.

Es ist meiner Ansicht nach daher essentiell wichtig, den Körper zu entgiften.

Ich hatte mich anfangs nicht getraut zu entgiften, da ich befürchtete, meinen Körper damit zusätzlich zu belasten. Heute bin ich davon überzeugt, dass ich hier schlicht zu ängstlich war und viel früher diesen Schritt hätte konsequenter gehen sollen.

Aber auch hier gilt es, in sich einzufühlen oder Rücksprache zu halten mit einem erfahrenen Heilpraktiker.

Zum Thema Entgiftung findet man im Internet gefühlt tausende Quellen. Ich selbst habe mich an eine Empfehlung von Selbstheilung Online gehalten, die ein meiner Ansicht nach ganzheitliches und überzeugendes Ausleitungs- und Entgiftungskonzept präsentieren. Die Basisentgiftung umfasst hier sieben Schritte:

  • Schritt 1: Tiefenatmung für die optimale Sauerstoffversorgung der Zellen, denn je besser die Zellen mit Sauerstoff versorgt sind, desto leichter können Gift- und Schadstoffe abtransportiert werden
  • Schritt 2: Das Körperwasser wieder transportfähig machen, um die Ausscheidung von Gift-und Schadstoffen zu unterstützen.Hier gilt ausreichend trinken, aber auch qualitativ hochwertig – hexagonal strukturiertes Wasser zu trinken.
  • Schritt 3: Das Körperwasser entsäuern durch Calcium-Einnahme bei gleichzeitiger Zuführung von Vitamin D3 und K2
  • Schritt 4: Die aktive Ausleitung mit Zeolith, Chlorella und MSM. Zur Ausleitung kann ich persönlich das Clean Slate von The Root empfehlen, das mir selbst von einer erfahrenen Ayurveda-Expertin empfohlen wurde. Das MSM nehme ich von Forever Livings in Kombination mit reinem Aloe Vera Gel.
  • Schritt 5: Aktive Ausleitung durch Zink
  • Schritt 6: Aufbauwirkstoffe zuführen, wie Magnesium, das Salz der inneren Ruhe, echtes Vitamin C, z.B. aus dem Camu Camu Pulver oder Hagebuttenpulver, OPC, Curcuma
  • Schritt 7: Darmentgiftung und Regeneration der rissigen Darmschleimhaute. Hier sollte mit einer vierwöchigen Kur mit rechtsdrehender Milchsäure begonnen werden – wurde mir damals auch von meiner Ärztin empfohlen.

    Danach wird der Darm von seinem Biofilm z.B. mit ProColon befreit, dazu ergänzend eine 8-10 wöchige Kur mit Weihrauch und Mhyrre.

    Nach der Milchsäure-Kur können auch Mikroorganismen zugeführt werden. Ich empfehle hier von Nature Mikrobiom Flora.

    Zudem habe ich mittlerweile zu Hause meinen eigenen Kefirpilz und trinke täglich ein Glas selbstgemachten Kefir für die Darmflora. Auch kann ich die Parasitenkur von The Root empfehlen, diese kombiniere ich mit einer 3-6-9 Leberreinigungskur von Anthony Williams.

2. Unser Betriebssystem – das autonome Nervensystem

Unser Betriebssystem orchestriert alle lebensnotwendigen Prozesse in unserem Körper. Ab und zu ist es wichtig, kurzzeitig im sogenannten Fight & Flight Modus zu sein. Dadurch können wir in Gefahrensituationen möglichst viel Energie im Körper mobilisieren. Also – kurzfristigen Stress braucht unser System.

In unserer Gesellschaft leiden wir jedoch an einer chronischen Überforderung und unzähligen teils nicht wahrnehmbaren Mikro Stressquellen, aber auch an größeren Stressoren, die in vielen Fällen dazu führen, dass unser autonomes Nervensystem chronifiziert im Fight & Flight feststeckt. Das hat eine Dysbalance zur Folge, die mit einer Schwächung des wichtigen Parasympathikus einhergeht.

Diese Dysbalance macht langfristig krank.

Wichtig ist es m.E. daher, immer effektive Methoden zu finden, um Stress zu reduzieren und das autonome Nervensystem wieder zu regulieren und diesem Sicherheit zu geben. Damit wird der für unser Wohlbefinden so wichtige Vagusnerv gestärkt.

Ich habe zahlreiche Methoden gefunden, die alle sehr gut dabei helfen, Ruhe in unser gestresstes System zu bringen. Besonders effektiv erweisen sich die Techniken des HeartMath Instituts, aber auch die Neurostreams. Weitere sind:

  • Streicheln
  • Lächeln und Lachen
  • Singen heilender LUX-Lieder und Summen
  • Atemübungen wie die Bienenatmung
  • Aufenthalt in der Natur, oder das Betrachten von Naturszenen

3. Unsere Grundbausteine des Lebens – Mikronährstoffe und Vitalstoffe

Ohne Grundbausteine kann unser Körper nicht richtig arbeiten, daher ist es ratsam, einmal eine Nährstoffanalyse und ein Aminogramm durchzuführen, um Defizite zu erkennen und auffüllen zu können.

Gerade wenn unter Stress der Darm in die Knie geht, ist es umso bedeutsamer die Nährstoffspeicher wieder aufzufüllen. Hier ist es aber schlicht unmöglich allgemeine Empfehlungen zu geben, da hier sehr spezifisch individuell gearbeitet werden sollte.

Am besten lässt man sich von einem erfahrenen orthomolekularen Mediziner beraten. Ich selbst habe eine Mikronährstoffanalyse bei medicross durchgeführt und mir dann die wichtigsten Stoffe für die Supplementierung herausgesucht.

Da es zwischenzeitlich eine fast unüberschaubar große Anzahl an Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln gibt, habe ich selbst eine Ausbildung als Vitalstoffberaterin gemacht und mir viele Hersteller genauer angesehen und kann mittlerweile einige Hersteller empfehlen: Brickx, InnoNature, Sunday Naturals, The Root.

4. Unser Darm als wichtigstes Immunorgan

Unser Darm spielt bei der Genesung chronischer Erkrankungen immer eine wesentliche Rolle. Bei mir wurde ein Leaky-Gut diagnostiziert, das ich als erstes versucht habe auszuheilen.

Denn wenn der Darm löchrig ist, entstehen immer wieder neue Entzündungsreaktionen im Körper und zugeführte Nähr- und Vitalstoffe können nicht richtig verwertet werden.

Daher sollte immer zuerst der Darm mit ausgeheilt werden. Ich kann hier uneingeschränkt eine Darmkur mit Aloe Vera empfehlen, da sie hilft, den Darm zu entlasten. Ebenso helfen L-Glutamin und Quercetin, die Darmschleimhaut wieder zu regenerieren. Und Probiotika und Präbiotika sollten auf dem Speiseplan auch nicht fehlen.

5. Unser Schlaf

Leider führen viele Symptome dazu, dass die Schlafqualität leidet. Auch ich habe schmerzbedingt und auch seelisch bedingt nicht ausreichend Schlaf gefunden. Unser Schlaf ist aber immens wichtig für unsere Gesundheit und Regeneration.

Daher ist dieser ein Baustein, der auf alle Fälle auch angegangen werden muss. Auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten.

Die Techniken des HeartMath Instituts können den Schlaf verbessern, aber auch das Anhören von Neurostreams oder das Einsetzen von Natursubstanzen wie Passionsblume, CBD, Baldrian und Lavendel. Mit allem habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.

Ebenso wichtig war es für mich, einen möglichst stabilen Tag-Nacht-Rhythmus zu etablieren und deutlich früher ins Bett zu gehen.

Studien sprechen davon, dass 22:30 die beste Zeit ist, um ins Bett zu gehen und tatsächlich ist das auch mittlerweile meine Zeit. Seither schlafe ich deutlich ruhiger.

Auch empfehle ich, tagsüber eine kleine Pause einzulegen und sich hinzulegen. Gerade am Wochenende nutze ich die Zeit und höre mir den Neurostreams Delta Frischzellenkur an, die Delta-Wellen erzeugt, die wir normalerweise nur im Tiefschlaf haben. Und gerade dieser ist für unsere körperliche Regeneration unerlässlich.

6. Unsere Ernährung und Trinkverhalten

Ebenso wichtig ist unsere Ernährung. Ich hatte weiter oben ja schon erwähnt, dass es hier zahlreiche, sich auch teils widersprechende, Empfehlungen gibt. Deshalb sollte man auch bei der Ernährung in sich reinhören.

Ich selbst versuche mich an den Tipps von Anthony Williams zu orientieren. Zum Beispiel habe ich meinen Obstanteil deutlich erhöht und verzichte fast ausschließlich auf Gluten, Zucker, Sojaprodukte, Mais, Fleisch, Eier und habe meinen Alkoholkonsum drastisch heruntergefahren.

Ich lebe mit dieser Ernährungsumstellung gut, wobei auch ich in den letzten Monaten lernen musste, dass auch hier die Wahrheit nicht in den Extremen, sondern der Mitte liegt.

Auch bei mir gibt es mal einen Kuchen, klassisches Junk Food und auch mal ein oder mehr Gläschen Alkohol. Letztlich ist es wie bei allem die Menge, die das Gift ausmacht.

In der Anfangszeit sollte man sicherlich etwas strenger sein, um seinen Darm auszuheilen, aber dann darf man auch mal etwas nachgiebiger sein. Und ganz wichtiges Learning für mich war: Trinken, in großen Mengen und in guter Qualität.

7. Unsere Bewegung

Bewegung ist bei Post Covid (und ME CFS) ein besonders heikles Thema, da gefühlt gerade Bewegung vieles schlimmer macht. So war es bei mir anfangs auch.

Immer wenn ich beispielsweise mehr unterwegs war und mehr Schritte zurückgelegt hatte, hatte ich abends deutlich mehr Beschwerden.

Auch meinem Yoga musste ich daher den Rücken kehren. Ich habe daher anfangs nur noch sanftes Yin Yoga betrieben und QiGong – das haben meine Kraftreserven zugelassen.

Je mehr ich aber in die Heilung kam, desto mehr hat mein Körper auch wieder erlaubt. Nach dem Atemtraining in der Klinik habe ich beispielsweise das Treppensteigen in meinen Tagesablauf integriert und habe auch wieder meinen Yoga Basic Kurs aufgenommen. Auch das geht alles mit der Zeit und mit viel Geduld

8. Unsere Atmung

Dass unsere Atmung wichtig ist, habe ich schon während meiner Ausbildung zum HeartMath Coach gelernt, ebenso durch meine Erfahrungen aus dem Yoga.

Wie wichtig aber unsere Atmung für unser Wohlbefinden ist, ist mir erst seit meinem Aufenthalt in der Klink von Dr. Weiss bewusst geworden.

Ohne Essen können wir Wochenlang überleben, ohne Trinken tagelang, aber ohne die Atmung bleibt uns spätestens nach 3-4 Minuten die Luft weg.

Unsere Atemregulation ist hochgradig automatisiert, was gut ist. Jedoch kann sich, ähnlich wie unser autonomes Nervensystem, auch das Atemsystem ver-rücken – es kann ein Ungleichgewicht der Atemgase entstehen.

Diese Dysbalance im Atemsystem fällt uns meist ebenso wenig auf, wie eine Dysbalance im autonomen Nervensystem. Es ist daher wichtig, sich auch einmal bewusst mit der eigenen Atmung auseinanderzusetzen und sich diese bewusst zu machen.

Wie atme ich – durch den Mund oder die Nase?
Wie schnell atme ich?
Wie tief atme ich?
Atme ich länger aus als ein?

Auch kann es ratsam sein, eine Blutgas- und Atemgasanalyse durchführen zu lassen, um festzustellen, ob die Konzentration des Kohlendioxids zu gering ist. Werte unterhalb von 30 werden als zu gering eingeschätzt. Die Norm liegt zwischen 35 und 40 mmHg. Gerade das Rückatem-Training kann helfen, die Toleranz des Systems gegen CO2 wieder zu erhöhen und so die Balance wiederherzustellen.

marion-therapien

b. Heilung auf der emotionalen Ebene

Als promovierte Emotions- und Kommunikationswissenschaftlerin wusste ich schon lange um die Bedeutung unserer Emotionen.

Sie bestimmen, wie wir die Welt wahrnehmen und auf unsere Umgebung reagieren.

Sie geben Verhaltensimpulse und wirken wie Leim auf unsere Gedanken.

Sie helfen, alltägliche Komplexität zu reduzieren und fungieren als wertvolle Energielieferanten.

Sie sind mächtig und oftmals unbewusst.

Und damit werden wir leider häufig auch zum Spielball unserer eigenen Emotionalität.

Das muss so aber nicht sein, denn wir müssen schlicht nur damit anfangen, wahrzunehmen, wie wir uns fühlen und welche Körperreaktionen mit welchen Gefühlen verbunden sind.

Dann haben wir die Möglichkeit, unsere Gefühle zu transformieren und Energie in unserem Körper freizusetzen. In unserem Gesellschaftssystem haben wir gelernt, uns anzupassen. Und Anpassung erfolgt immer über die Unterdrückung unserer unangenehmen Emotionen, da diese schlicht häufig nicht sozial kompatibel sind.

Für unser Selbst sind unsere Emotionen aber von zentraler Bedeutung – nicht nur die angenehmen, sondern auch und vor allem auch die unangenehmen, sozial häufig unerwünschten Emotionen.

Wut und Aggression helfen uns, Grenzen aufzuziehen, uns zu verteidigen, nach außen unser System zu schützen, unsere Integrität und Identität zu wahren.

Auch Angst ist so eine liebe Emotion, die man uns weg sozialisiert hat. Ängste sind uncool, Ängste darf man nicht haben. Aber es ist gerade unsere Angst, die so wesentlich für unser System ist, denn auch sie sichert nur unser Überleben. Sie geht mit einem eindeutigen Bewegungsimpuls „weg von“ einher.

Und auch die Trauer ist immer noch ein Gefühl, das gerne totgeschwiegen wird. Dabei hilft uns Trauer, alte Bindungen zu lösen und setzt dort gebundene, affektive Energien frei für neue Bindungen.

Wenn wir also über Heilung in einem ganzheitlichen Verständnis nachdenken, muss meiner Ansicht nach zwingend auch diese emotionale Ebene integriert werden.

Zahlreiche Übungen können dabei helfen, uns wieder mit uns selbst zu verbinden und erst wenn wir sicher mit uns selbst verbunden sind, können wir glückliche Verbindungen zu anderen Menschen eingehen, was für unsere Heilung und Entwicklung von elementarer Bedeutung ist.

Emotionen und Körperbewusstsein

Wichtig ist, dass wir ein Körperbewusstsein entwickeln, denn im Körper manifestieren sich unsere Emotionen, die erst durch die Wahrnehmung zu verbal beschreibbaren Gefühlen werden.

Eine schöne Übung ist hier „Die Reise durch den Körper“. Aber auch das Biofeedback-System von HeartMath hilft, unsere Körperwahrnehmung zu schulen.

Wichtig ist, ab und an am Tag mal für einen kurzen Moment innezuhalten und sich zu fragen „Wie fühle ich mich gerade?“ und „Wo merke ich das in meinem Körper?“

Diese Fragen helfen, eine Achtsamkeit unserer Emotionalität gegenüber zu entwickeln. Sind aufgrund traumatischer Erfahrungen Emotionen im Körper gebunden, ist es ratsam einen Therapeuten aufzusuchen – ganz klar kann ich hier alle auf Somatic Experiencing ausgerichtete Therapeuten empfehlen oder aber gut geschulte Hypnotherapeuten, die ebenfalls emotionale Blockaden lösen können.

Ansonsten war für mich das Vergebungsritual beim Loslassen von Ärger und Wut ein wertvoller Begleiter während meiner Post Covid Erkrankung, ebenso die 9-Runden-Atmung, die der Reinigung der inneren Energiekanäle dient.

c. Heilung auf geistiger Ebene

Energie folgt den Gedanken. An diesem Spruch ist deutlich mehr dran, als es mir zu Beginn meiner Erkrankung noch lieb war.

Allein die Diagnose-Stellung und die damit verknüpften negativen Erwartungen haben bei mir eine wahre Verschlimmerung meiner Symptomatik verursacht, wieso mir heute klar ist, dass es nicht immer sinnvoll ist, unsere Welt in fixe Kategorien einzuteilen.

Denn diese Kategorien zementieren unsere Wirklichkeit.

Wieso denken wir nicht öfter in alternativen Kategorien oder Kategorien-frei?

Unsere Gedanken gehören uns, daher können wir diese auch bewusst beeinflussen, transformieren und loslassen.

Mir haben dabei gesungene (Lux-Lieder) geholfen, aber auch einfach gesprochene Affirmationen oder Afformationen – das sind Fragestellungen, die unser Unterbewusstsein in besonderer Art herausfordern, einen Zustand zu erreichen, der momentan noch gar nicht existiert. Wenn man für die Afformationen zusätzlich nicht auf das Tagesbewusstsein, sondern auf den Alpha- oder Theta-Zustand setzt, wirken sie noch effektiver auf die Transformation bestehender Glaubenssätze.

d. Heilung auf spiritueller Ebene

Eine Ebene, die ich in meinem Leben lange ignoriert habe, ist die spirituelle. Ich habe aber vor allem hier viel in den letzten Monaten durch eigene Erfahrung gelernt und eine tiefe Demut entwickelt als auch ein Vertrauen in das Universum.

Ich hatte bei einem Geistführer Seminar teilgenommen und dort viele wertvolle Erkenntnisse mitgenommen, die mir auf meinem Heilungsweg den notwendigen Mut und Vertrauen geschenkt haben.

Anfangs habe ich einfach nicht verstehen können, wieso gerade mir das passiert ist – hatte ich in meinem Leben ja schon wirklich viele Schicksalsschläge und traumatische Erfahrungen hinter mich bringen müssen.

Dann wurde mir im Seminar erklärt, einfach mal all diese Schicksalsschläge zu notieren und auch meine Krankheiten nicht auszulassen und zu bewerten, was sich hierdurch in meinem Leben verändert hat.

Das hat mir bewusst gemacht, wie sehr jeder einzelne Schicksalsschlag mich in meinem Leben weitergebracht hat.

Dieses Mal sollte ich Demut, Vertrauen und Dankbarkeit lernen – das hatte sich meine Seele zum Ziel gesetzt.

Spannend kann es deshalb sein, sich aus einer ganzheitlichen Perspektive mit dem eigenen Seelenplan auseinanderzusetzen.

Was möchte deine Seele hier auf der Erde lernen?
Wieso bist du hier?

Von einer lieben Bekannten habe ich auch den Tipp bekommen, einmal eine Kaballah durchzuführen, eine mystische Tradition des Judentums. Mithilfe des eigenen Namens lässt sich hiermit schön herausstellen, was die eigenen Lebensthemen sind.

Mein Lebensmotto ist mittlerweile, dass das Universum keine Fehler macht und ich versuche in allem, das für meinen Lebensweg Positive zu sehen und mit offenem Herzen durch die Welt zu gehen.

Durch die Auseinandersetzung mit der Polarität ist mir darüber hinaus klar geworden, dass wir uns auch deutlich stärker mit unserem Schatten auseinandersetzen sollten. Je mehr ich versucht habe meine Krankheit abzulehnen, desto stärker wurde sie.

Erst als ich anerkannt habe, dass das Leben aus allen Facetten besteht, ist bei mir wieder Leichtigkeit eingetreten.

Ich habe erkannt, wie viele Anteile ich in meinem Leben bisher gekonnt abgelehnt habe. Aber wir können nicht gesund im Sinne von heil oder Ganz werden, wenn wir unseren Schatten ausgrenzen.

Marions Buchempfehlungen

Während der letzten 15 Monate habe ich viele hilfreiche Impulse aus zahlreichen Büchern gewonnen, die ich abschließend auch noch gerne teilen möchte.

Wie es jetzt weitergeht

Wow, so viele Informationen. Ich (Johannes) wünsche dir von Herzen, dass du den einen oder anderen Impuls für dich persönlich anwenden kannst. Und wenn du gerne mehr von oder mit Marion lernen möchtest: Sie bietet ihre Hilfe an. Auf www.love2grow.de findest du mehr Infos über ihre Angebote.

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Warum bin ich immer müde? Alle möglichen Gründe und Ursachen verständlich erklärt.
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